Managed Services – Marketingtrick oder Zukunftstrend?

Wenn Verkäufer über „Managed Services“, Cloud Computing und dergleichen sprechen, leuchten Ihnen die Augen. Hinter diesen Begriffen, die für die meisten eher Geheimnisvoll Technisch und unverständlich klingen mögen, steckt wohl ein technischer Trend für die Zukunft. Was genau dahinter steckt, ob es nur ein „Marketing Gag“ ist oder aber ein handfester, marktbeständiger Zukunftstrend wollen wir hier genauer unter die Lupe nehmen.

Was ist „Managed Services“?

Wenn Verkäufer über „Managed Services“, Cloud Computing und dergleichen sprechen, leuchten Ihnen die Augen. Hinter diesen Begriffen, die für die meisten eher Geheimnisvoll Technisch und unverständlich klingen mögen, steckt wohl ein technischer Trend für die Zukunft. Was genau dahinter steckt, ob es nur ein „Marketing Gag“ ist oder aber ein handfester, marktbeständiger Zukunftstrend wollen wir hier genauer unter die Lupe nehmen.

Eine brauchbare und leicht verständliche Erklärung wäre sicherlich „IT Dienstleistungen gegen eine geringe, fixe monatliche Gebühr“ zu erbringen.  Anders gesagt bietet der IT Serviceanbieter seinem Kunden einen Wartungsvertrag  eine Wartungsvereinbarung an, der verschiedene Dienstleistungen, Services und dergleichen beinhaltet. Gängiger ist wohl der Begriff „Vertrag“, für deutlich sympatischer und kundenfreundlicher halte ich jedoch die Bezeichnung „Vereinbarung“. Diese klingt weniger verpflichtend, was dem Inhalt und Zweck des Schriftstückes aber keinerlei Abbruch macht. Die Alternative zur Wartungsvereinbarung wäre eine Wartung und Betreuung, die nach Zeit- und Personalaufwand berechnet wird.

Rein betriebswirtschaftlich betrachtet dürfte dies ganz schnell sehr teuer und unrentabel werden. Insbesondere die Ausfallzeiten schlagen hier dicke zu Buche beim Kunden. Ein ausgefallener Server, ein nicht funktionierendes System überhaupt kann eine ganze Firma lahmlegen, der Schaden kann hier ganz schnell in hohe Summen ausufern, vom Imageschaden, eventuellen Kundenverlusten und dergleichen ganz zu schweigen. Betriebswirtschaftlich kritisch zu sehen ist dabei auch die Kalkulation des Anbieters. Welche Ressourcen stelle ich zur Verfügung, wie hoch ist der monatliche Wartungs-, Überwachungs- und Serviceaufwand tatsächlich, wieviel Personalaufwand entsteht mir usw.

Managed Services sind also vertraglich zugesicherte Fremdleistungen zur Systemüberwachung, frühzeitiger Fehlererkennung, Fernadministration, Fernwartung, Systemmanagement, Bereitstellung von Diensten (z.B. Exchange Server, Managed Antivirus, Managed Backup Services), Support vor Ort und vieles mehr.

Die Entscheidung, ob eine Wartungsvereinbarung Sinn macht oder nicht, sollte man reifen lassen. Ein Zwang ist eher von Nachteil, oftmals wünscht man sich als Kunde Transparenz zwischen den Kosten und der vom Dienstleister erbrachten Leistungen. Eine Kundenbindung einerseits, die Bindung des Kunden an den Serviceanbieter auf der anderen Seite, beides hat Vor- und Nachteile…. auf beiden Seiten

Warum also sollte man auf Managed Services zugreifen?.

Nehmen wir mal eine kleine Firma mit etwa 10 Mitarbeiter, einem Windows Server, einer vernünftigen Firewall Lösung, einem E-Mail-Server, einem Webserver, verschiedene wichtige Geräte, die über die PCs gesteuert werden, eine Telefonanlage mit VoIP Unterstützung und eine IP-basierte Einbruchmeldeanlage (Alarmanlage)

Insbesondere der Server, die Einbruchmeldeanlage und die Telefonanlage sind sogenannte „betriebskritische Anwendungen“, die keinesfalls ausfallen dürfen. Als Kunde hat man seine eigenen Sorgen und muss sich auf seine IT und Telekommunikation verlassen (können). Dies lässt sich am einfachsten über ein sogenanntes „Monitoring“ von einem IT Fachmann abbilden. Das „Monitoring“ ist wörtlich gesehen eine Überwachung aller wichtigen und kritischen Systemkomponenten und deren aktueller Status. Egal ob Erreichbarkeit einzelner Dienste, des Servers, wichtige Systemdienste, der Virenschutz im Netzwerk, die Funktionalität der VoIP Telefonanlage, die Erreichbarkeit intern und extern der Alarmanlage,… mit Hilfe von „Agenten“ und Diensten im Hintergrund lassen sich Veränderungen, Fehler, Funktionalität und Erreichbarkeit überwachen und je nach Status automatisiert den Dienstleister per E-Mail, SMS oder anderweitig informieren.

Das Bereitstellen einer umfangreichen Infrastruktur, z.B. eines MS Exchange Servers, wird in den eigenen Räumlichkeiten schnell zu einem enorm hohen Kostenfaktor. Ob der leistungsstarke, separate Server, die Lizenzkosten für die Anschaffung, die Upgrades, der Administrations- und Supportaufwand….. hier fallen schnell sehr hohe Beträge in sehr kurzer Zeit an. Mit einem sogenannten „Managed Exchange Services“ bezahlen sie monatlich einen kleinen Fixbetrag und haben jederzeit Zugriff auf Ihr Exchange Postfach. Sie ersparen sich das Bereitstellen, müssen sich um keine Updates kümmern, die Administration liegt in den Händen des IT Dienstleisters Ihres Vertrauens. Technische Probleme werden behoben, bevor Sie als Kunde / Benutzer überhaupt etwas davon mitbekommen.